Shirt Else

03:03 21 Comments A + a -

Nach der Elsbag die Else. Seit ich beschlossen habe, dass mein Outfit auch namenstechnisch zueinander passen soll, fällt mir die Auswahl der Schnitte viel leichter. Nein, Spaß beiseite. Einfacher Zufall!

Also, heute mal was neues. Ich hab mir in den Kopf gesetzt, ein schlichtes Langarm-Shirt zu nähen. Ich trage im Alltag eigentlich immer schlichte Langarm-Shirts oder Pullis ohne irgendwelchen Schnickschnack. Am liebsten Uni. Muster bei Kaufkleidung gefallen mir meistens einfach nicht, außerdem sind meine Röcke fast alle gemustert. Also zwei gute Gründe für Uni.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem Schnitt. Schlicht, am liebsten mit U-Boot-Ausschnitt oder wenigstens nicht zu tiefer Rundhals. Körpernah, aber nicht zu eng geschnitten. Die Auswahl hielt sich eher in Grenzen. Favorit war die Frau Marlene von Fritzi Schnittreif. Gut möglich, dass ich das Shirt auch noch nähen werde. Nachdem ich aber nochmal auf meinem Pinterest Board gestöbert habe, entdeckte ich Else wieder. Als Kleid- und Shirt-Version. Die Entscheidung war also gefallen, schon allein weil ich auch gern Kleider trage. Außerdem ist Else ja irgendwie alles. Mehrere Rock- und Ausschnittvarianten, Kragen oder Kapuze sind möglich.


Das Ebook gibt es immer für zwei Größen. Nachdem ich mich vermessen habe, hab ich mich für 38+40 entschieden und zunächst Größe 40 gedruckt, geklebt, geschnitten. Die erste Else (konnte heute nicht abgelichtet werden, weil in der Waschmaschine) hab ich nämlich aus wunderbarem Jaquard-Sweat genäht. So ein richtig gemütliches Material. Weil das etwas dicker ist als Jersey hab ich mich für die größere Größe entschieden. Das Ergebnis war dann eher so mittelgut, was aber definitiv an mir liegt und nicht am Schnitt oder der Anleitung. 

(Der folgende Absatz hat nichts mit meinem gezeigten Elsenshirt zutun und kann wahlweise übersprungen werden)

Weil: Ich habe mich für ein Shirt mit U-Boot-Ausschnitt entschieden, der mit Beleg genäht wird. Für den Beleg wird Stretch-Vlieseline benötigt, sagt die Anleitung. Brauch ich nicht, denk ich mir. Ging auch gut zu nähen. Da ich für den Beleg aber Jersey verwendet habe, rollt der sich dauernd hoch, schlabbert und will wieder aus dem Ausschnitt raus, was sehr nervig ist. Außerdem habe ich das Shirt einfach zu kurz zugeschnitten. Mal eben schätzen klappt nicht immer. Dann hab ich versucht da Bündchen und danach Rollbündchen dran zu nähen in Kontrastfarbe, um noch ein bisschen Länge rauszuholen. Ebenso an den Ärmeln. Sah doof aus.  Im Übrigen war das Shirt gerade im Brustbereich auch viel zu schlabberig. Ich hab also ewig dran rumgebastelt und das Shirt verschlimmbessert, bis ich mich entschieden habe, die Bündchen wieder abzutrennen, die Kanten einzuschlagen, abszusteppen und damit zu leben. Alles in allem habe ich fast einen ganzen Tag daran gesessen. Wie gesagt, das Shirt ist jetzt okay. Ich werde es tragen, weil es super gemütlich ist und ich den Stoff mag und vielleicht zeige ich es hier auch nochmal. 


Was ihr hier seht, ist also Else Nr. 2.
Diesmal in Größe 38, mit Dreiviertel-Ärmeln und wieder mit U-Boot-Ausschnitt mit Beleg. Diesmal hab ich auch Stretch-Vlieseline besorgt. Man ist ja lernfähig.
Größe 38 passt soweit ganz gut, nur die Ärmel sind zu eng, was man auf den Bildern auch deutlich erkennt. Das sieht man aber nur, das Tragegefühl ist super. Die nächste Else also in 38 mit Ärmeln in 40. Da muss ich noch ein bisschen am Schnitt basteln.  





Das Shirt hab ich beim zweiten Mal dann extra lang zugeschnitten, angezogen und dann die Länge abgesteckt. So gefällt mir das. Das Shirt ist nun hinten ein wenig länger und der Saum ganz leicht gerundet.


Der Ärmel ist noch nicht gesäumt, sondern einfach nur zweimal umgeschlagen. Das gefällt mir so gut, dass ich das so lassen werde. Evtl. noch mit ein paar Handstichen so fixieren.


Damit ich vorne und hinten direkt erkenne (ich hab bei Anproben tatsächlich oft das Shirt falschrum angezogen und mich über die schelchte Passform geärgert!) hab ich noch ein kleines Label gebastelt und hinten eingenäht.
Das fixiert auch gleichzeitig den Ausschnittbeleg hinten, auch wenn der mit der Vlieseline schon sehr gut in Form bleibt beim Tragen.


Den Fuchs kennt ihr ja schon. Ein Stück weiße Baumwolle habe ich auf Vlieseline H200 gebügelt und dann bestempelt und mit einfachem Geradstich aufgenäht. Ich hoffe, dass das auf Dauer beim Waschen nicht zu sehr ausfranst.

Mit dem Uni-Shirt ist es, wie man sieht, auch nichts geworden. Deswegen dazu auch Jeans. Auf beides wurde ich schon angesprochen, positiv :) Ich bin also stolz und zufrieden, auch wenn keine der beiden Elsen perfekt geworden ist. Aber da wird sicher jedes Shirt besser. Meine ersten Taschen sind auch kein Vergleich zu denen, die ich heute nähe. Lernen, entwickeln und üben üben üben.

Gelernt habe ich: Ja, ich kann auch Shirts nähen! Folglich auch Kleider, weil: Shirts kann ich, Röcke kann ich. Einfache Logik. 
Und zweitens: Folge der Anleitung. Experimente sind gut, aber nicht zwingend beim ersten Mal.


Schnitt: Else von Schneidernmeistern in Größe 38

Und damit heute zum Creadienstag und HoT.

Habt einen schönen Tag!

21 Kommentare

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27. März 2018 um 09:36 delete

Hallo Ronja,
ich schaue so gern bei Dir vorbei und muss jetzt mal kommentieren. Deine Taschen finde ich super und mir ging es vor 2 Wochen ähnlich wie Dir. Ich habe eine Frau Aiko genäht aus Jersey und bin nicht ganz zufrieden. Auch bei mir rollt sich der Saum hoch und das Shirt ist etwas zu breit. Aber frau lernt ja nie aus und immer noch dazu und am Ende machen wir etwas Brauchbares daraus.
Viele liebe Grüße, Synnöve

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Sheepy
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27. März 2018 um 10:13 delete

Shirts sind bei mir auch so ein Thema, Ich mag es nicht so eng. Dein Shit gefällt mir sehr vom Stoff her und weil es am Körper nicht so anliegt.
Lieben Inselgruß
Kerstin

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27. März 2018 um 14:30 delete

Ich finde dein Shirt klasse und die Ärmel wären mir nicht aufgefallen, wenn du es nicht erwähnt hättest.
Ich fand es interessant, über deine Experimente zu lesen. Danke!
LG Andrea

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Karin
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27. März 2018 um 17:33 delete

Liebe Ronja, Elsen sind super, die kenn ich auch. Deine ist besonders hübsch geworden, weil mir deine Stoff-und Farbauswahl sehr zusagt! Sehr schön! lG Karin

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fetzich
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27. März 2018 um 21:49 delete

Tolles Shirt und ein sehr süßes Label hast du auch eingenäht. Gefällt mir gut :) LG, Jenny

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Ronja
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28. März 2018 um 14:22 delete

Hey Synnöve,
das freut mich zu hören :)
Genau, beim nächsten Mal weiß man dann, was man anders machen muss. Ich glaub die Frau Aiko ist auch eher auf Webware ausgelegt, vielleicht mal eine Nummer kleiner versuchen?
Liebe Grüße,
Ronja

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Ronja
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28. März 2018 um 14:23 delete

Hallo Kerstin,
danke! Es gibt so viele Schnitte, da muss man sich schon durchwühlen, bis man das für sich selbst passende gefunden hat.
Liebe Grüße,
Ronja

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Ronja
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28. März 2018 um 14:25 delete

Dankeschön! Den SToff mag ich gerade auch sehr :)
Liebe Grüße,
Ronja

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Ronja
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28. März 2018 um 14:25 delete

Hallo Jenny,
danke! Ja, das Label :)
Liebe Grüße,
Ronja

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28. März 2018 um 16:01 delete

Sieht klasse aus und steht dir super.
Grüße Sonnenblume

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28. März 2018 um 20:39 delete

Liebe Ronja, ich mag Deine Else sehr, der Stoff ist superschön und auch der Schnitt steht Dir sehr! Du kannst ganz wunderbare Klamotten nähen :-) Bald sehe ich schon ne Ovi bei Dir einziehen!! :-) Liebe Grüße! Karin

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Ronja
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28. März 2018 um 21:54 delete

Danke, Karin :)
Die Ovi wird bestimmt eine der nächsten Anschaffungen, bisher hatte ich nur noch nicht den Kopf mich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich will ja nicht einfach irgendeine kaufen.
Liebe Grüße,
Ronja

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Mareike
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28. März 2018 um 23:47 delete

Liebe Ronja,

Deine Elsa gefällt mir gut. U-Boot Ausschnitte sind auch bei mir gern gesehen. Ich mach ja auch viel mit Jersey und der muss ja zum Glück nicht versäubert werden. Das trägt sich dann an den Ärmeln auch sehr angenehm.

LG Mareike

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29. März 2018 um 07:42 delete

Liebe Ronja,
Deine Else gefällt mir sehr gut und die engen Ärmel wären mir gar nicht aufgefallen! Aber sag mir doch nicht so etwas: jersey als Beleg ohne Vluesline rollt sich auf? Mist, das wollte ich heute so vernähen und hatte bislang gar nicht drüber nachgedacht... Dannschauich mal, ob ich improvisieren kann. ;-)
GLG, Kerstin

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Ronja
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29. März 2018 um 11:22 delete

Liebe Mareike,
U-Boot Ausschnitte mag ich auch einfach am liebsten und bei Kaufkleidung ist die Wahl ja nicht so groß. Schön, dass ich das jetzt selber machen kann :)
Mein Jersey ist zwar versäubert (Overlockstich), drückt sich aber gottseidank auch nicht ab an den Armen.
Liebe Grüße,
Ronja

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Ronja
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29. März 2018 um 11:23 delete

Liebe Kerstin, Danke :)
So war es leider bei mir. Vielleicht hilft es, den unteren Belegrand nochmal einzuschlagen und abzusteppen? Vorrrausgesetzt dein Meterial ist nicht so dünn, dass sich das hinterher unschön durchdrückt.
Liebe Grüße,
Ronja

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30. März 2018 um 16:13 delete

Dein Shirt gefällt mir sehr gut! Ich bin auch ein U-Boot-Ausschnitt-Fan. Für die Belege verwendeich immer Jersey und das funktioniert super, nur muss es weiter vom Rand entfernt abgesteppt werden, so ca. 2 cm würde ich sagen. Ich habe auch kürzlich eines gezeigt, vielleicht magst du ja mal schauen.
Liebe Grüße!
Kerstin

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30. März 2018 um 16:15 delete

Funktioniert auch gut mit Jersey, nur breiter absteppen. Vielleicht magst du bei mir mal schauen. Lg Kerstin

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Ronja
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6. April 2018 um 10:57 delete

Hallo Kerstin,
danke erstmal für den Tip!
Bei der Else wird der Ausschnitt von Außen ja gar nicht abgesteppt. Kann man natürlich trotzdem machen. Ich finde, hier passt es optisch nicht so richtig. Bei einem anderen Shirt aus anderem Stoff hab ich das aber auch mal gemacht. hilft tatsächlich :)
Liebe Grüße,
Ronja

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