TSA: Tasche aus Filz nach eigenem Schnitt

00:25 1 Comments A + a -

Das aktuelle Thema vom Taschen-Sew-Along bei Greenfietsen, ist von allen wahrscheinlich das, was mir am meisten liegt. Zu einigen Monatsthemen habe ich zwar schon mehrere Beiträge geschrieben, zu anderen gar keine, aber Taschen nach eigenem Schnitt sind bei mir ja fast alle. 

Gelegentlich erhalte ich dafür ja Bewunderung, die aber tatsächlich nur halbverdient ist. Meistens bin ich schlichtweg zu faul Schnittmuster auszudrucken, zusammenzukleben, zu schneiden und dann erst zu nähen. Das selbst entwerfen und zusammenbasteln finde ich da oft einfacher. Natürlich liebe ich aber auch die Möglichkeit, mich selbst auszutoben und alles so zu machen wie ich es möchte und nicht wie es mir irgendeine Modekette oder Schnittmuster es mir vorgibt.

Wenn ich eine Tasche nähe, steht am Anfang meistens eine Idee. Manchmal inspiriert von Taschenschnitten die ich bei anderen gesehen oder über Pinterest gefunden habe, oft aber auch von den Materialien, die ich gerade Zuhause habe oder weil ich mir selbst eine Tasche wünsche, die bestimmte Bedürfnisse erfüllt. Oder die von anderen.

Als nächstes mache ich dann eine kleine Skizze, auf der ich grob Maße und Material vermerke und dann lege ich schon los. Wie die Tasche am Ende tatsächlich aussieht, entwickelt sich oft erst beim Nähen. Manchmal werfe ich währenddessen auch alle Pläne über den Haufen und das Ergebnis hat mit der Idee nicht mehr viel gemeinsam.

Aber genug! Letzte Woche habe ich ja meine Mini-Täschchen gezeigt, die ich zur neuen Tasche genäht habe. Heute gibt es die Tasche dazu ;)


Fest stand: Meine neue Tasche möchte ich aus Filz nähen, unbedingt! Den Taschenfilz habe ich schon eine ganze Weile hier liegen gehabt. Unter anderem zum Beispiel zu einer Tablethülle vernäht.
Ganz schnell wusste ich auch, dass der Boden aus schwarzem SnapPap sein sollte (Danke, Mama!), ebenso wie die Henkel. Für den Taschengurt habe ich mich erst nachträglich entschieden, da ich Taschen eigentlich doch meistens quer trage.


Die Henkel habe ich einfach aus doppelt gelegtem SnapPap genäht und nach dem Annähen mit Buchschrauben verstärkt. Alternativ wären Nieten auch gut gewesen. Für das Baumwollgurtband fehlt mir aktuell noch ein passender Schieber, der wird irgendwann nachträglich noch angebracht.

Die aufgesetzte Tasche außen hab ich aus aktuellem Lieblingsstoff genäht, sie wird mit KamSnaps verschlossen, die in dem Punktemuster fast untergehen ;)


Die Innenaufteilung hab ich wie üblich gehalten: doppeltes Einsteckfach, einfach und mit Reißverschluss. Der übliche Karabiner für das Labello-Täschchen.


Der Innenstoff ist Innenstoff geworden, weil ich ihn sehr sehr schön finde, aber leider das Muster absolut schief und verzogen auf dem Stoff gedruckt ist. Wusste ich beim Kauf schon, aber für den Preis war das dann absolut okay. Zur Stabilisierung gibt es oben eine Blende aus SnapPap. In Kombination mit dem Filz kann ich jetzt wohl sicher sein, dass die Ösen nicht ausreißen. Auch wenn die Tasche mal schwerer beladen ist. Wenn viel reinpasst, tu ich nämlich auch viel rein ;)
Nachmachen würde ich aber nicht empfehlen. Das einschlagen der Ösen (und vorher die Löcher zu machen) war wirklich ein schwerer Kampf. Zwischendrin hab ich überlegt, wie ich das rückgängig machen und kaschieren könnte. Zum Glück hat es dann doch geklappt.

Und jetzt schicke ich meinen neuen Begleiter zum Taschen-Sew-Along: Mein eigener Taschenschnitt, zu den Taschen und Täschchen und unbedingt auch zum RUMS.

1 Kommentare :

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21. November 2016 um 12:59 delete

einfach, schlicht aber soooooooo schööööööööön. gut, dass die ösen verstärkt sind. ich tu auch immer die tasche voll machen, wenn es geht *g*. bin zu faul noch eine mit zu schleppen *kicher*.
LG Gusta

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