Bunt ist gut. Ein Kosmetiktäschchen, das schöne Stoffe in Szene setzt.

Ich mag gerne schlichte Schnitte. Vielleicht liegt das daran, dass ich ein bisschen faul bin. Für langes Aufzeichnen und Zuschneiden fehlt mir meistens der Antrieb. Wenn ich mir meine Taschen oder Täschchen anschaue, sind fast alle mehr oder weniger nach dem gleichen (sehr einfachen) Grundschnitt genäht, Abwandlungen in Größe oder Stoffteilung gibt es natürlich. Aber das gefällt mir - durch unterschiedliche Stoffkombinationen und Details wirken die Taschen alle anders. 

Und ich habe viele tolle bunte Stoffe, die die einfachen Schnitte schön aufpeppen. Beim Aufräumen ist mir das wieder mal aufgefallen. Und dann fiel mir auch ein, dass ich für genau solche Stoffe eine Skizze in meinem Ideenbuch festgehalten habe.


Also habe ich ein paar zusammenpassende Stoffe ausgewählt und meine Skizze mal Wirklichkeit werden lassen. Die Proportionen stimmen natürlich nicht, aber das sollte so.



So ein Täschchen wäre eine tolle Stoffresteverwertung, da die Außenseiten im Grunde nur aus Streifen bestehen. Die Paspel ist auch aus einem Schrägbandrest selbst gemacht.

Das Täschchen sollte Rundungen bekommen, aber trotzdem Volumen haben, weshalb ich die "Ecken" Keilförmig abgenäht habe. So ganz zufrieden bin ich mit meinem Ergebnis noch nicht, da werde ich noch weiter rumprobieren.



Und mal wieder lässt sich meine Vorliebe für Blau- und Grüntöne erahnen ;)

In die Täschchensammlung und RUMS.

Schnelle Mousepads aus Filz

Bevor ich gestern morgen zur Arbeit musste, kam mir der dringende Einfall, dass ich unbedingt ein Mousepad brauche. Ich besaß jahrelang eine ziemlich demoliertes mit Simpsons-Motiv, dass schon vor langer Zeit irgendeiner Entmüllungsaktion zum Opfer fiel. Seitdem schiebe ich meine Maus eben über die (leicht strukturierte) Oberfläche der Tischplatte, was leise Geräusche erzeugt. Man kann sich an sowas wahnsinnig stören, wenn man sich nur fest genug drauf konzentriert.


Also habe ich hin und her überlegt, wie man sowas am besten selbst machen kann. Vielleicht aus Korkstoff nähen? Oder Einen (Kork-)Topfuntersetzer zwckenetfremden? So ganz dringende Anliegen kommen einem ja grundsätzlich dann, wenn man gar keine Zeit hat. Glücklicherweise ging dann aber alles ganz fix. Im Regal hatte ich noch größere Reste  von festemTaschenfilz, die ich einfach passend zurecht geschnitten habe. 



Durch die SnapPap Label und die Naht rundherum sehen sie auch icht mehr langweilig aus. Die Maße habe ich einfach geschätzt, sie sind ca. 18 x 22 cm groß. Außerdem fühlen sich die neuen Mousepads unter der Hand sehr angenehm an, anders als die standard Kunststoffdinger.

Die Korkstoff Variante möchte ich aber auch noch ausprobieren, der fühlt sich ja auch sehr weich, glatt und immer leicht wärmend an.

Es geht noch zum Creadienstag und HoT, und dann ab in die Sonne :)


Allzweckclutch

Vor zwei Wochen hatte der jüngste Bruder seinen Abiball. Alles etwas schicker. Nachdem die Kleiderwahl getroffen war, fehlte noch eine Tasche. Kaufen mochte ich nicht extra eine für einmaligen Gebrauch. Meine Alltagstaschen sind aber alle doch alle ziemlich groß und passten nicht so recht zu Anlass und Kleidung. Wie schön ist es da, wenn man nähen kann ;)


Genäht habe ich mir ein kleines Täschchen, in dem das Wichtigste Platz hatte. Es misst etwa 16cm x 22cm und wird an einer Schlaufe getragen, die sich jedoch abnehmen lässt. So kann ich sie jetzt nach der Feier auch für anderes verwenden. Als Schutz für Bücher oder Schreibzeug zum Beispiel, mir fällt dafür schon was ein.



Gezeigt bei den Täschchen und RUMS.

Faltetui aus SnapPap für Stifte - mit Vorlage

Hallo zusammen! 

Tatsächlich komme ich im Moment nicht nur wenig zum Bloggen, sondern auch kaum zum Nähen. 
Vielleicht geht es euch ja ähnlich, dann habe ich ein schönes kleines Projekt für zwischendurch für euch. Ein Schnitteil, ein paar Minuten Zeit und ihr braucht nichtmal unbedingt eine Nähmaschine für das kleine Stifteetu.
Es kann zum Beispiel aus SnapPap, Kork oder Kunstleder gebastelt werden. 


Das Etui wird etwa 20 cm x 6 cm groß und bietet Platz für ungefähr zehn Stifte.




Meine Vorlage habe ich für euch eingescannt, sie steht hier zum Download bereit - klick!
Im folgenden Bild seht ihr, wie KamSnaps angebracht werden müssen, damit sich das Etui 
verschließen lässt. Die Löcher habe ich mit dem Ösenwerkzeug für die 11mm Ösen von Prym in das SnapPap gestanzt.


Tollerweise lässt sich das Etui auch aus Webware nähen. Davon habe ich aber leider keine Fotos gemacht.

Dafür habe ich 0,7 cm Nahtzugabe um die Vorlage herum gegeben und das Schnitteil dann zweimal aus Baumwolle ausgeschnitten. Beide Teile habe ich verstärkt (außen Vlieseline S320, innen H250), so wird das Mäppchen etwas steifer. 
Die Teile werden dann rechts auf rechts zusammengenäht, an einer der langen Kanten wird eine Wendeöffnung gelassen. Die Ecken werden gekappt bzw bis knapp vor die Naht eingeschnitten und die Nahtzugabe an den Rundungen mit einer Zackenschere nachgeschnitten. 
Nach dem Wenden habe ich alles noch einmal knappkantig abgesteppt und dann die KamSnaps angebracht.
Statt nur Löcher in den Stoff zu stanzen,  müssen hier auch Ösen eingeschlagen werden, sonst franst der Stoff aus. Ich habe 11mm Ösen verwendet, 14mm solten aber auch gut funktionieren.



In meinen maritimen Fischchen-Stoff bin ich immer noch ganz verliebt, der gehört im Moment zu meinen Lieblingen. Passend, dass im Juli das Monatsmotto beim sowohl beim Farbenspiel, als auch beim TSA "Ahoi - jetzt wird's maritim" lautet, so können meine Fische schon im zweiten Monat dabei sein ;) 
Außerdem geht es zum Creadienstag, HoT und zu den Taschen und Täschchen

Stoffgestaltung - Sticken und Malen

Wie schon angekündigt, gibt es auch heute wieder etwas aus selbst gestaltetem Stoff. Ein kleines Experiment mit Stoffmalfarbe und viel Wasser. Dazu eine kleine Handstickerei.


Die See sollte ursprünglich nur ein mit dem Pinsel angedeutetes Wellenmuster werden. Bis ich mein Wasserglas umgeworfen habe und improvisieren musste. So verschwommen und flächig gefällt mir das aber auch. 
Die Vorlage für das Papierboot stammt aus dem Buch Nach Stich & Faden: Dekorative Stick-Ideen. So einfache Motive lassen sich aber auch ganz wunderbar selbst zeichnen, denke ich.

Aus dem Stoff habe ich mir ein schnelles Utensilo für's Bad genäht und auf ablenkende Kombistoffe verzichtet.


Verlinkt beim Creadienstag und HoT.

Selbst gestalteter Stoff mit Fischen

Hallo! Ein kleines Lebenszeichen im Sommerloch von mir. Es wird sicher noch eine Weile eher ruhig bleiben hier im Blog. Das Wetter motiviert nicht unbedingt dazu, in der heißen Dachwohnung an der Nähmaschine zu sitzen und die Zeit lässt es gerade auch nicht oft zu.

Trotzdem mag ich zwischendrin doch noch ein bisschen was zeigen. Mein letztes Täschchen ist als erstes an der Reihe. Aus selbst gestaltetem Stoff mit kleinen Fischen. Alles was mit Meer zutun hat zieht mich gerade irgendwie an. Vielleicht Urlaubsersatz.



Auf weißem Halbleinen habe ich mit der Nähmaschine ein Wellenmuster genäht, die kleinen roten Fischchen sind einfach mit einem feinen Pinsel und Stoffmalfarbe darauf gemalt. 
Nächste Woche habe ich noch einen zweiten selbst gestalteten Stoff im Gepäck, der auch wieder nach Meer ruft.

Heute zu RUMS und den Täschchen. Und ganz spontan noch zum TSA im Juni, da geht es gerade tierisch zu :)

KSW 25: Eine Bestecktasche

Wegen doofer PC-Probleme gibt es heute nur einen ganz kurzen Beitrag zur aktuellen KSW bei Frau Suvi, sorry dafür an dieser Stelle. 

Also ganz knapp für alle, die die KSW noch nicht kennen: KSW ist kurz für die Kreative StoffverWertung ;) Alles Infos und die seit Beginn (2014!!) entstandenen Stücke könnt ihr hier bei AppelKatha nachlesen und anschauen :)

Vorgegeben war ein fester rosaweißer Vichy-Karo-Stoff, der ja mal so absolut nicht meinem Beuteschema entspricht. Trotzdem hatte ich gleich beim Auspacken eine Idee. Der Stoff schien ja förmlich "Küche" zu rufen ;)


Den größten Teil des Stoffstücks habe ich für eine Bestecktasche vernäht, z.B. zum Picknicken. Aus dem Reststoff habe ich ein paar Marmeladenglasdeckchen geschnippelt. Die Erdbeersaison geht ja so langsam los, da wird bestimmt auch in meiner Kücke Marmelade gekocht :)



 Vielen Dank, liebe Janine, für diese KSW und vor allem für deine Geduld! 

Tutorial für eine schnelle Sonnenbrillenhülle

Hallo, ihr lieben! 

Ich hoffe, ihr habt das sommerliche Wetter der letzten Wochen genauso genossen wie ich. Wegen Dachgeschosswohnung stand die Nähmmaschine allerdings meistens still, freie Stunden und Tage habe ich soweit es ging außerhalb der Wohung verbracht und dabei Unmengen an Eis gegessen ;)

Kurz an die Nähmaschine hat mich allerdings ein ganz schnelles Projekt gelockt: Eine Hülle für meine Sonnenbrille. Geht wirklich ganz fix, sodass ich gleich zwei davon genäht und beim zweiten Mal auch mitgeknipst habe.



Nähanleitung für eine Sonnenbrillenhülle




Ihr braucht:
  • Außenstoff 19 cm x 21 cm
  • Innenstoff 19 cm x 21cm
  • Vlieseline H 640 ca. 18 cm x 20 cm
  • Kam Snaps und passendes Werkzeug
  • Etwa 15 Minuten Zeit


Als erstes die Vlieseline nach Herstellerangabe auf den Außenstoff aufbügeln. Ich schneide die Vlieseline gerne etwas knapper als den Außenstoff zu, dann werden die Nähte nicht so knubbelig.

Innen und Außenstoff werden rechts auf rechts aufeinander gelegt und an einer der kurzen Seiten zusammengenäht.


 Aufklappen und die Naht auseinander bügeln:


Dann wird einmal längs gefaltet. Dabei darauf achten, dass die Nähtedirekt aufeinander liegen. Rundherum nähen und dabei im Futterstoff eine ca. 5 cm große Wendeöffnung lassen.


Jetzt darf die Nahtzugabe an den Ecken noch zurückgeschnitten werden.


Wenden, die Ecken schön ausformen (z.B. mit Hilfe eines Essstäbchens oder dem Ende eines Pinsels), glatt bügeln und die Öffnung im Futter entweder unsichtbar per Hand oder schnell mit der Nähmaschine schließen.


Jetzt wird der Futterstoff nach innen gestülpt, die Kanten werden noch einmal gebügelt. Mittig und etwa 1 - 1,5 cm von der oberen Kante wird nun der KamSnap angebracht.


 Fertig ist eure Sonnenbrillenhülle :)

Verlinkt beim Creadienstag, HoT und bei den Taschen und Täschchen.

Eine Tasche mit Fischen und geupcycelten Gürtelhenkeln

Am Dienstag habe ich ja schon ein paar der Kramtäschchen gezeigt, unter anderem auch eines aus tollem Fischstoff, an dem ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Bescheidene 30 cm habe ich davon beim Besuch im Stoffladen mitgenommen. Das ist so mein Standardmaß, bei Lustkäufen ohne genauen Plan. Dass ich eigentlich dort war, um Vlieseline zu kaufen, ist mir erst auf dem Nachhauseweg wieder eingefallen, haha.

Vom Stoffkauf bis zur fertigen Tasche hat es nur zwei Tage gedauert, die Idee dafür kam mir ganz schnell. In Kombination mit dem beschichteten Leinen, dass noch von meiner Juna übrig war, wollte ich einen einfachen Shopper nähen. Die Henkel lang genug, um ihn auch mal über der Schulter zu tragen, aber so kurz, dass ich die Tasche nicht über den Boden schleife, wenn ich sie mal einfach in der Hand halten möchte. 


Die Träger habe ich aus einem alten Gürtel geschnitten und mit Nieten befestigt. Die abgesetzten Lederhenkel gefalllen mir zu dem eher feinen Patchworkstoff sehr gut. Lederriemen für Taschen würde ich als Vegetarierin übrigens nicht kaufen. Lederreste, alte Gürtel oder Taschen, die ihren Weg zu mir finden oder schon lange bei mir wohnen, dürfen aber gerne weiterverwertet werden. Es gibt mit diversem Kunstleder, SnapPap und Korkstoff mittlerweile allerdings so gute Alternativen, dass das doch eher selten vorkommt.



Die Außenstoffe der Tasche habe ich mit Vlieseline H640 verstärkt, für ein bisschen Griffigkeit. Das Futter ist einfacher grauer Leinenstoff. Bei dieser Tasche habe ich komplett auf Innenfächer verzichtet, aber ein Schlüsselfinder durfte mit einziehen. Ein kleiner Farbklecks aus gelbem Schrägband genäht. 
Zur Abwechslung habe ich auch mal wieder daran gedacht, mein Label mit aufzunähen.



Verlnikt mir RUMS und den Taschen und Täschchen.

Kramtäschchen in Serie

Mit welchen Worten fängt man den drölfzigsten Blogpost über Täschchen an? Und habe ich überhaupt etwas dazu zu sagen? Heute lasse ich ein paar Bilder sprechen, die Worte kommen vielleicht von alleine. (Nachtrag: Ja, sie kamen. ;))


Die letzten zwei Wochen war ich ein wenig angeschlagen, deswegen habe ich mehr Zeit als sonst Zuhause verbracht. Im Bett liegen kann ich aber nicht lange, also durften die Nähmaschine und ich ein paar ganz entspannte Stunden miteinander verbingen, ganz ohne Druck. Schön war's :)



Krankheitsbedingt ist also eine kleine Serie Kramtäschchen entstanden.Schöne Stoffe kombinieren und stumpfes Nähen kann sehr entspannend sein. Alle "richtigen" Nähaufträge und Projekte habe ich erstmal an die Seite geschoben, lieber nichts mit Anspruch. Außerdem konnte ich zumindest ein paar Stoffreste verbrauchen. Von sehr geliebten Stoffen (wie z.B. diesem grünen Punktestoff) kann ich mich manchmal einfach nicht trennen und bewahre die letzten Zentimeter wie einen Schatz, der für ein ganz besonderes Projekt aufgespart werden muss. Dabei scheine ich manchmal zu vergessen, dass der Markt zu allen Zeiten mit tollen neuen Stoffen überschwemmt wird ;)


Der Hauptstoff dieses Täschchens ist ein Rest meiner Trail Tote von Noodlehead, die ich schon ziemlich lange und gerne trage. Genau so lange lagerte das Reststück. Jetzt endlich nicht mehr, Platz für neue Farben!


Kunstleder und beschichtete Baumwolle, letztere auch schon gut abgelagert und nichtmal angeschnitten, bis jetzt halt. 


Der Fischstoff ist allerdings kein Rest gewesen sondern ganz neu, mittlerweile aber fast restlos aufgebraucht. Was sonst noch daraus entstanden ist, werde ich auch bald zeigen. Schwer verliebt bin ich auf jeden Fall :)


Und zum Abschluss auch mal etwas in Schwarzweiß. Den Stoff habe ich auch schon vor einer ganzen Weile gekauft, er passte allerdings nie so richtig in mein bevorzugtes Farbschema, gefällt mir aber trotzdem sehr gut.

Verlinkt beim Creadienstag, HoT und den Taschen und Täschchen.