Ja, das bringt was. Nähen macht glücklich.

Oder allgemeiner: Selbermachen macht glücklich. 
Manchmal werde ich gefragt, warum ich so viel nähe. Ob ich das denn alles brauche. Bringt das was? 

Ja, das bringt was. Mir bringt das was. Nicht immer das fertige Produkt, aber die Arbeit daran. Wenn ich mich mit meinen Stoff- und Nähprojekten beschäftigen kann, bin ich glücklich, entspannt, kann alles andere vergessen. Aus ein paar Minuten werden manchmal Stunden und wenn ich mal zu spät zu einer Verabredung komme (selten!), dann nur, weil ich mich beim Nähen vertrödelt habe, die Zeit vergessen, schnell noch was fast fertig gemacht und oh, plötzlich ist es schon so spät und ich sollte mir vielleicht mal die Haare kämmen und schnell die Schuhe suchen. Und dann erzähle ich von dem was ich mache, welche Fehler ich gemacht und was ich gelernt habe, welche Ideen mir gekommen sind oder welche Technik ich noch ausprobieren will. Manchmal nickt die Person mir gegenüber freundlich und schaut dabei mäßig interessiert und irgendwann fällt mir dann ein, dass das zwar meine Begeisterung ist, diese in meinem Umfeld aber nur sehr wenige nachvollziehen können.


"Lohnt sich das?/Verdienst du damit Geld?/Verkauft sich sowas überhaupt?", werde ich oft gefragt. Ja, das lohnt sich. Aus oben genannten Gründen einfach. Ja, gelegentlich habe ich auch mal Auftragsnäharbeiten bei denen ein paar Euro rumkommen, aber die fließen dann ja doch wieder in die Nähkasse. Verdienen tue ich damit also gar nichts. 

Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich zugeben, dass vieles von dem was ich nähe, am Ende keinen bestimmten Zweck erfüllt. Ich habe zwei große Boxen, in denen ich gesammeltes Nähwerk aufbewahre. Manches davon findet schnell neue Besitzer, vieles aber nicht. 
Mein Nähpensum kann ich also auf gar keinen Fall mit meinem Taschenbedarf rechtfertigen, aber seit wann muss man sein Hobby rechtfertigen? Der eine sammelt Briefmarken, ein anderer ist regelmäßiger Kinogänger oder Hobbykoch. Da fragt ja auch keiner, ob sich das lohnt. Und was sich auch lohnt, sind die anderen. Die anderen Näherinnen, Handarbeiterinnen und Schreiberinnen bei denen es so viel zu sehen gibt, so viel zu lernen und immer ein paar nette Worte am Rande.

 
Meistens habe ich die Zeit dafür, viele meiner Ideen auch umzusetzen und wenn ich sie mal nicht habe, fehlt mir das sehr schnell. Ich liebe es, immer wieder dazuzulernen, neue Techniken auszuprobieren, verschiedene Materialien zu verarbeiten und zu gestalten. Inspiration dafür kommt von überall. Pinterest ist wahrscheinlich die größte Inspirationsquelle, Ideensammlung. Aber auch auf zahlreichen Blogs, im Alltag oder beim durch die Stadt schlendern, Augen offen halten und Menschen beobachten kann man so viele Eindrücke sammeln. 


Seit ich nähen gelernt habe, hat sich mein Blick verändert. Ich nehme viel mehr wahr. Materialien, Formen, Muster. Natürlich im textilen Bereich, aber auch sonst. Alles, was mich umgibt. Ich mag ja nicht nur Stoff, auch wenn einige das sicher vermuten würden. Ich freue mich immernoch über ein schön gestaltetes CD-Cover, die ersten Kastanien, tolle Postkarten, fantasievoll illustrierte Kinderbücher oder andere Schönigkeiten meiner Umwelt.  



Auf den Bildern, die ich in den Aufsatz gestreut habe, ist übrigens mein neustes Nähwerk - ein kleines Täschchen aus den Resten einer größeren Tasche. In den letzten beiden Wochen hatte ich nicht so viel Zeit zum Bloggen und Fotografieren, genäht habe ich aber trotzdem viel in den freien Stunden. Jetzt muss ich nur nach und nach alles fotografieren(lassen), wenn das Wetter mitspielt. 

 
Der Libellenstoff ist (bevor einer fragt) ein Geschirrtuch gewesen, dass viel zu schön und viel zu teuer für ein Geschirrtuch war, aber auf gar keinen Fall im Laden bleiben konnte. Genau wie seine Schwester mit den Fischen. Das süße Label vom Geschirrtuch habe ich mit eingenäht, weil es farblich einfach perfekt passt, finde ich.



Und damit mache ich mich jetzt auf den Weg zum Creadienstag und HoT.

Probegenäht: Cargorock von Rotbart

Ja, ich will! Mir mehr selber zum Anziehen nähen, und ich glaube, der Knoten ist jetzt geplatzt :) Hat ja auch lange genug gedauert, aber irgendwie flutscht es im Moment. Ich durfte nämlich probenähen, einen tollen Cargorock. Das erste Mal, dass ich mir was "aufwändigeres" zum Anziehen genäht habe. Und auch noch direkt ein Probenähen, was ja auch nicht immer ganz ohne ist. Vielen Dank für dein Vertrauen, Jennifer!


Und es war gar nicht so schwierig! Da hat sich mal wieder bewiesen, was ich eigentlich schon wusste: Auch größere Projekte werden Schritt für Schritt genäht und sind dann eigentlich überhaupt nicht mehr schwierig, dauern höchstens länger. Aber ganz ehrlich - ich hab auch an Taschen schon ziemlich lange gesessen.



Der Cargorock von Rotbart ist absolut klasse und die Anleitung war super erklärt, die Bilder klar und ich hatte an keiner Stelle Schwierigkeiten etwas nachzuvollziehen. Außerdem habe ich viel dazugelernt und schon wieder einen Haufen Ideen, wo ich mein neues Wissen noch einsetzen könnte. 

Entstanden sind während des Probenähens für mich zwei wunderbare Röcke aus Feincord, die meine Herbstgarderobe schonmal ein wenig aufstocken :)



Der Rock sitzt super bequem und lässig hüftig, kann in verschiedenen Längen genäht werden und wenn man (wie ich beim ersten Versuch, in Grüntönen) mal die falsche Größe wählt, kann man dank Gürtelschlaufen alles noch irgendwie an Ort und Stelle halten ;)

Auf den Fotos gucke ich so gequält, weil ich die Röcke unbedingt als Herbstt-Outfit präsentieren wollte. An dem Tag waren es aber 24 Grad und ziemlich schwül. Die Jacke hab ich dann doch lieber ausgezogen. Zwischendurch kam dann auch immer mal wieder die Sonne zum Blenden raus. Ich glaube, das Fotoshooting hat höchstens 20 Minuten gedauert, danach bin ich nach Hause geflitzt und hab ganz schnell die Klamotten gewechselt und bin zur nächsten Verabredung gehetzt. Die Freundin hat mir dann erstmal was zu trinken gekauft, so mitleiderregend sah ich aus :D



Ein absoluter Wohlfühlrock, den ich sicher noch öfter nähen werde, auch unbedingt mal in ganz bunt! Irgendwas mit knalligem Blumenmuster vielleicht. Und was gelbes, passend zur Tasche, die ich hier demnächst zeige. Blau wär auch was, ach ja, es gibt so viele Farben!

An meiner ersten Version saß ich ungelogen einen kompletten Tag. Da merkt man halt doch, dass ich noch Anfängerin bin, ich hab wirklich dauernd in die Anleitung geguckt. Meinen zweiten Rock habe ich an einem langen Nachmittag genäht. Finde ich vom Zeitaufwand wiederum absolut okay :) 

Alle wichtigen Infos zum Ebook auf einen Blick:
  • Der Cargorock kann in den Größen 32 - 54 genäht werden
  • locker lässiger Sitz mit den klassischen seitlich aufgesetzten Cargotaschen
  • Verschlossen wird mit einer Knopfleiste, optional gibt es auch ein Reißverschluss-Tutorial
  • Das Schnittmuster beinhaltet drei verschiedene Rocklängen
  • Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
  • Kostenpunkt: 6,90 €
  • und hier geht es zum Ebook im DaWanda-Shop und bei Makerist :)  
Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Rabattcode, mit dem ihr auf die Ebooks von Rotbart aktuell noch 15 % sparen könnt :)

 

Ich hoffe ja noch auf eine Cargohosen Version für Frauen. Für Männer- und Juniorhosen gibt es bei Rotbart schon Schnittmuster.

Verlinkt bei RUMS.

Laptoptasche mit SnapPap

Vor ein paar Wochen habe ich es endlich mal geschafft, mir eine Laptoptasche zu nähen. Oder eine Laptophülle. Jedenfalls zum Transport gedacht. Kann man in die Tasche/den Rucksack packen und alles ist gut gepolstert unterwegs.


Der Schnitt ist mal wieder mein eigener. Die Maße meines Laptops + großzügige Nahtzugabe für das Hauptteil.


Die aufgesetzte Tasche vorne bietet noch Platz für Diverses. Zum Beispiel kann ich meine Festplatte dort unterbringen, wenn die mal mit muss. Oder Notizzeug oder oder.

Der Hauptstoff ist übrigens mal wieder das beschichtete Leinen, das ich in letzter Zeit so gerne verwende. Das ist von A.U. Maison und gibt es in vielen Farben, für Taschen echt klasse. SnapPap habe ich natürlich auch wieder verwendet, einfach als Klappe damit nichts rausrutscht. Ist ja irgendwie wieder mein typisches Farbschema geworden.

Übrigens könnt ihr bei mir auf Facebook noch bis Sonntag das Ebook für die Kühltasche "Verano" gewinnen, die ich euch hier schon (aus dem beschichteten Leinen!) gezeigt habe. Einfach mal vorbeischauen ;)
 
Habt einen schönen Donnerstag! 

Gezeigt bei RUMS, den Taschen und Täschchen und beim TSA September - SnapPap, Kork & Co.

Röcke aus Jersey mit Traumaüberwindung.

Heute mal was anderes hier. Kleidung, das gibt es sehr sehr selten. Und Jersey, noch seltener, wenn das überhaupt möglich ist ;) Warum erfahrt ihr auch gleich. 
Vorab ein großes Dankeschön an meinen Bruder, der spontan die Kamera in die Hand genommen hat, damit ich meinen Rock heute noch zeigen kann!


Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob ich hier schonmal von meinem Jersey-Trauma erzählt habe. Falls nicht, jetzt die Kurzfassung.
Als ich gerade mit dem Nähen begonnen habe, also vor ca. 2-3 Jahren, habe ich mir unter anderem auch Jersey-Stoffe besorgt. Meine Nähmaschine hatte aber was dagegen, Jersey wollte sie partout nicht nähen. Ich habe Jerseynadeln gekauft, nur hochwertiges Garn verwendet und gefühlte hundert Tipps,Tricks und Ratschläge aus dem Netz befolgt. Trotzdem war es schon viel, wenn ich mal eine halbe Naht zustande gebracht habe, ohne dass etliche Stiche ausgelassen wurden. An Kleidung aus Jersey war also nicht zu denken. Ich war unglaublich frustiert und hab wirklich an mir selbst gezweifelt. Bin ich wirklich zu doof dafür? Oder kann das an der Maschine liegen? Aber kann nicht eigentlich jede Maschine Jersey vernähen?

Vor ein paar Monaten habe ich mir endlich eine neue Nähmaschine gekauft, die auch ein bisschen was drauf hat. Für mich ein absolutes Luxusmodel, auch wenn sie sich preislich eher im Mittelfeld bewegt, wenn überhaupt. Nach oben gibt es ja keine Grenzen, wie ich jetzt weiß. Und plötzlich ging das, einfach so. Kein Stoff wird gefressen, keine Wellenbildung und wunderbare Nähte, selbst ohne Jerseynadeln. Meine letzten Zweifel sind also beseitigt. Ich bin nicht das Problem!

Und weil ich noch zwei wunderbare Jerseystoffe hier liegen hatte (nur weil ich sie nicht vernähen kann, heißt das nicht, dass ich die schönen Stoffe nicht kaufe!),  außerdem meine Nähmaschine auch mal was anderes als Taschen sehen sollte, habe ich mich daran gemacht und mir zwei schöne, ganz einfache Jerseyröcke genäht. Und aus den Stoffresten noch Pulswärmer, der Herbst steht ja vor der Tür.


Der Schnitt für den Rock ist selbstgemacht. Dabei habe ich nach meinen Maßen zwei Rechtecke gezeichnet und nach unten zum Saum hin ein paar Zentimeter weiter werden lassen. Im Bund habe ich noch ein Gummi eingezogen, den Saum einfach eingeschlagen und mit der Zwillingsnadel gesäumt. Und das alles ohne Zicken. Genäht habe ich übrigens mit einem Overlockstich meiner Nähmaschine, was unglaublich lange gedauert hat. Sollte ich in Zukunft mehr Jersey vernähen, wäre eine Overlock sicher sinnvoll.


Super bequem diese einfachen Jerseyröcke. Und mir gefallen die Stoffe total.
So ganz ohne Tasche geht es hier irgendwie doch nicht, da hat sich nochmal eine mit ins Bild geschlichen ;)



Die Tasche ist schon älter, noch aus dem letzten Jahr. Ich hab sie mal ganz spontan zusammengebastelt, trage sie aber supergern und regelmäßig, weil sie schön schlicht ist.

Zum Thema Kleidung kann ich schonmal sagen, dass es auf jeden Fall auch weiterhin was zu sehen gibt. Im letzten Jahr habe ich ganz schön zugelegt, das hat mich Kleidungsnähtechnisch irgendwie ein bisschen gebremst. Ich wollte nicht vieel Nerven und Arbeit und Material in etwas stecken, was mir in ein paar Monaten dann wieder zu groß ist. Aber vielleicht passt es mir ja sogar in ein paar Jahren noch und wenn nicht - egal. 
Im Moment darf ich einen ganz tollen Rock für Rotbart probenähen, da freu ich mich schon, den zu zeigen. Das ist auf jeden Fall mal ein bisschen aufwändiger als ich das gewohnt bin.
Und ein Kleiderschnittmuster liegt hier auch schon. Da fehlt noch der passende Stoff für (es wird wieder Jersey!) und gerade auch einfach die Zeit.

Heute also doch dabei, bei RUMS.

Noch ein „Kuori“. Heute in Gelb.

Nochmal ein "Kuori" heute, war ja letzte Woche schon zugeschnitten. Diesmal in ganz schlicht, komplett aus dem gelbem Kunstleder, das ich schon beim ersten Täschchen verwendet habe. Die anderen Exemplare könnt ihr hier nochmal angucken.


Die Gummikordel ist diesmal sehr viel dünner als bei den ersten Täschchen, deswegen habe ich sie doppelt genommen und konnte sogar noch zwei Holzperlen auffädeln.


Ich glaube, das Täschchen sieht nur auf den Bildern schief aus und ist in Wirklichkeit viel gerader. Zumindest ist mir das erst beim Bilder bearbeiten aufgefallen.




Außerdem bleibt dieses nicht bei mir, sondern hat schon eine neue Besitzerin gefunden. in guter Grund also, noch ein paar davon zu nähen ;)

Habt einen schönen Tag!

Ich wandere heute rüber zum Creadienstag, HoT, den Täschchen und zum August beim TSA.

„Kuori“ vom Hansedelli

Hello!

Eigentlich stand für heute etwas anderes auf dem Plan, aber Pläne sind schließlich da, um geändert zu werden. 

Ich bin ganz hin und weg von dem neuen Freebook aus dem Hause Hansedelli und deswegen gibt es hier heute "Kuori" Täschchen zu sehen.


Am Montag erschien das kostenlose Ebook. Noch in der Nacht habe ich den Schnitt heruntergeladen und gedruckt. Nachdem ich die ersten Designbeispiele gesehen habe, habe ich dem ja entgegengefiebert. Dienstag das erste Täschchen zugeschnitten und Mittwoch genäht. Erst eins. Dann noch eins. Und noch eins, weil es so schön war. Und Nummer vier liegt schon zugeschnitten auf dem Nähtisch. 


Das schöne ist, dass diese Täschchen nicht nur fantastisch aussehen, sondern entgegen meiner Erwartungen auch ganz fix genäht sind. Zudem kann man auch prima noch kleinere Stoffstücke verarbeiten. 

Das erste Exemplar hat auch noch das optionale Reißverschlussfach auf der Rückseite bekommen, dadurch näht es sich nicht ganz so schnell, aber immernoch sehr viel schneller als ich dachte. Bei den letzten Schritten dachte ich mir "das war's schon?".



Die anderen beiden Kuoris habe ich ohne Reißverschluss genäht. Ich wollte einfach noch ein paar Stoffe kombinieren.



Den Verschuss mit Öse und Gummikordel finde ich auch klasse, alternativ kann man auch Drückknöpfe verwenden. Eine Version mit Steckschloss hab ich auch schon gesehen.


Weil ich keine Kordelklemmen parat hatte, musste ich die Kordelenden verknoten. Beim Ersten Täschchen habe ich mir noch die Mühe gemacht, die vernähten Enden in ein Kunstlederstückchen zu verpacken. Aber Kleber und ich ... Die anderen beiden Kordeln wurden wie gesagt einfach verknotet ;)


Gedacht ist "Kuori" als Smartphonetäschchen, dafür werde ich es aber nicht verwenden. Mein Handy fliegt sowieso immer schutzlos in der Tasche herum, obwohl ich mir ja schonmal eine tolle Handytasche genäht habe. 

Die Anleitung ist übrigens sehr ausführlich und in meinen Augen auch absolut für Anfänger geeignet. Und genäht ist das Täschchen auch schneller, als man denkt. (Ja ich weiß, dass ich mich wiederhole ;))


Ich bin einfach total begeistert, so richtig :)

Und hüpfe damit mal rüber zu RUMS, den Täschchen und zum Taschen Sew Along.

Pflastertäschchen

Leider gehöre ich tatsächlich zu den Menschen, die immer Pflaster dabei haben sollten. Allerdings reicht da auch ein Täschchen, die anderen beiden werden bei Gelegenheit verschenkt.

Man kann natürlich auch was anderes reintun, z.B. Kopfschmerztabletten oder die Notfall-Mini-Nagelfeile. Da besteht aber Verletzungsgefahr (weiß ich zufällig ...), also lieber noch ein paar Pflaster mit dazu.




Das rote Kreuz habe ich mit Stoffmalfarbe auf SnapPap gepinselt.


Ich bin jetzt also gerüstet. Vielleicht hilft das ja sogar. So wie es zum Beispiel nie regnet, wenn ich mal einen Regenschirm dabei habe.


Gezeigt beim TSA August, bei den Täschchen, HoT und beim Creadienstag.

Täschchen mit Gingko-Stickerei

Immer, wenn es mich nach Bochum verschlägt  - also so ein bis zwei mal im Jahr - schaue ich auch im Elsbeth und Ich Laden vorbei. Viele kennen sicher den Online Shop oder sind selbst schonmal vor Ort gewesen. 
Ich bin keine Onlineshopperin, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Ich gucke mir Sachen lieber in echt an, fühle (das gilt natürlich besonders für Stoffe) und entscheide dann. Gerade deshalb freue ich mich immer, wenn ich mal andere Stoffläden besuchen kann als die beiden örtlichen.

Bei meinem letzten Besuch bin ich selbstverständlich nicht mit leeren Händen nach Hause gekommen (aber ich habe mich zurückgehalten und nur ganz wenig eingekauft). Einen richtigen Plan habe ich noch nicht, aber eines der Stöffchen musste ich trotzdem schonmal anschneiden und ein Stückchen vernähen. Es hat farblich einfach so wunderbar zu meiner Gingko-Stickerei gepasst und irgendwie ja auch thematisch. Das Wellenmuster mutet so japanisch an und Gingko kommt zwar ursprünglich aus China, wächst aber auch in Japan. 
Nagut, bei uns hier auch. Am meisten fällt er sicher im Herbst auf, wenn die Blätter sich färben und der ganze Baum in sattem Gelb erstrahlt. Wunderschön!

Und deswegen ist auch mein Gingkoblatt herbstgoldgelb und nicht grün.



Die Vorlage habe ich bei der Bildersuche gefunden. Zu viele filigrane Linien wollte ich nicht, aber es sollte auch nicht sehr stilisiert sein. Ich denke, das ist ein guter Kompromiss.


So ein filigranes Blatt lässt sich aber auch echt nicht leicht nachsticken, vor allem wenn man so ungeduldig ist wie ich. Bei mir soll ja am besten alles immer schon mit der Idee fertig sein. Zum Glück war das Motiv eher klein, so ging es doch recht schnell.

Jetzt suche ich noch ein schönes Motiv, mit dem ich den breiten Saum einer schwarzen Tunika aus Leinen besticken kann. Ich hab da ein paar Ideen, aber ich trau mich noch nicht so ganz daran. Die bisherigen Stickereien waren doch alle eher einfach und nicht sehr aufwändig. Vielleicht ein ganz dezentes Wellenmuster oder etwas in der Art wie hier.

Verlinkt bei Rums, den Täschchen, TSA August und den Handstickereien.

Canvas Pencil Pouch in kleiner

Guten Morgen! 

Bevo ich loslege erstmal ein ganz großes Dankeschön für all die lieben Kommentare zu meinem Wal-Post - damit hab ich überhaupt nicht gerechnet.

Im April habe ich euch meine Canvas Pencil Pouch nach dem Noodlehead Schnitt gezeigt. Von der Form gefällt sie mir total gut, allerdings finde ich sie ein bisschen groß, um nur ein paar Stifte zu beherbergen. Also habe ich den Schnitt ein wenig verkleinert, indem ich einfach etwas kleiner zugeschnitten habe. Die Teilung habe ich beibehalten, obwohl mir schon eine ungeteilte Variante (vielleicht bestickt?) vorschwebt.


Genäht aus Leinen in einem schönen Grünton und grau-weißem Canvas. Ein Rest von einer noch nicht fertig genähten Matchbag. Ich sollte aufhören Reste zu vernähen, von denen nichtmal das Hauptprojekt fertig ist ;) Aber bisher habe ich einfach nicht den passenden Innenstoff gefunden.

Die neue Canvas Pencil Pouch misst jetzt 22 cm x 7 cm, die erste Version war 26 cm x 9 cm groß. Die Tiefe von 4,5 cm habe ich beibehalten.



Stifte passen immernoch wunderbar hinein.


Verlinkt beim Creadiestag, HoT, den Täschchen und bei den Mäppchen und Etuis beim TSA.

Probegenäht: Verano

Hello again!

Dass ich mich heute sogar zweimal melde, hat einen ganz bestimmten Grund. Die liebe Anna Katharina veröffentlicht nämlich heute ein neues Schnittmuster, die Verano.

Kurz und knackig einmal vorab die Eckdaten:
  • Verano ist eine Kühltasche, kann aber natürlich auch für andere Zwecke genäht werden
  • Kühldauer laut der Probenäherinnen (mit Kühlakkus) locker 8 Stunden bei heißen Temperaturen
  • Das Ebook beinhaltet das Schnittmuster in zwei Größen und eine ausführliche bebilderte Anleitung auf über 30 Seiten
  • Das Ebook gibt es ab sofort hier auf DaWanda für 4,90 € (und aktuell mit 15 % Einführungsrabatt!)
Und das ist mein Exemplar:


Ich habe mich erstmal für die kleine Variante entschieden, als Single brauche ich ja nicht unendlich viel Platz. Genäht habe ich sie aus Kunstleder und beschichtetem Leinen, die aufgesetzte Außentasche ist aus verstärkter Baumwoll-Webware.

Außerdem musste für mich unbedingt ein Baumwolltragegurt mit dran. Der ist optional. Ich bin da ja bekennende Querträgerin. Verstärkt habe ich die Außenstoffe mit Thermolam, innen mit Vlieseline H250. Steht und ist knautschig. Bei der größeren Version würde ich mich wahrscheinlich mal an kaschierten Schaumstoff rantesten, so eine Tasche darf gerne ein bisschen stabiler im Stand sein. Für die Kleine passt das aber so.

Das wichtigste ist für mich aber: Der Schnitt ist nicht nur für Kühltaschen geeignet. Als der Probenähaufruf kam hab ich laut "hier" gerufen, allerdings mit der Randbemerkung, dass ich die Tasche nicht als Kühltasche nähen würde. Dann hab ich aber doch das Kühlmaterial besorgt und das Inlay fertig genäht. Und dann stand ich da und dachte mir "sieht irgendwie nicht nach Kühltasche aus". Und überhaupt: Viel zu schön! Wie oft benutze ich wohl eine Kühltasche? Das Inlay also zur Seite gelegt und doch ein normales Futter eingenäht, mit ein paar Einsteckfächern. So ist die Tasche universell einsetzbar. Für mich zum Beispiel beim Transport für Nähkram. Oder Strickzeug. Oder jetzt auch die Stickaurüstung.

So kann das dann z.B. von innen aussehen:


Mein Fazit: Eine schöne geräumige Tasche, die sich zumindest für mich zwar nicht als Alltagstasche eignet (Ich brauche da schnelleren Zugang), aber bestimmt oft Verwendung finden wird. Ich bin ja in meine Materialkombi sehr verliebt gerade.

Obwohl die Anleitung sehr ausführlich und gut bebildert ist, würde ich den Schnitt allerdings keinen Nähanfängern empfehlen, da gerade der Deckel/Reißverschluss ein wenig knifflig einzunähen ist. Das führt bestimmt schnell zu Frust.

Für alle Interessierten geht es hier entlang. Ich wander nochmal rüber zu Rums und der Taschenparty :)